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17.01.2018 - 23:17
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Haushaltsabfälle richtig entsorgen

22.12.2017, 09:10

Die Österreicher sind Europameister im Mülltrennen. Trotzdem gibt es immer wieder noch offene Fragen rund um die richtige Entsorgung von Haushaltsabfällen.

Auch wenn es manchmal nervt: Müll trennen macht Sinn. Einerseits ökologisch, weil wertvolle Rohstoffe wiederverwertet werden und im Produktionskreislauf erhalten bleiben können. Andererseits aber auch ökonomisch, weil viele Wirtschaftsbetriebe ihre Produktion auf die Verwendung von Recyclingmaterial ausgerichtet haben und sortenreine Altsubstanzen als Rohstoff nutzen.

Die Erde ist ein Planet mit begrenzten Ressourcen, und natürlich ist die generelle Müllvermeidung das beste Mittel gegen stetig höher wachsende Müllberge. Aber wenn der Abfall schon mal angefallen ist, kann man zumindest versuchen, ihn sachgemäß zu entsorgen. Rund um dieses Thema tauchen immer wieder einige recht spezielle Fragen auf, die hier übersichtlich beantwortet werden sollen.

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Kommt der fettige Pizzakarton ins Altpapier?

Nein. Verunreinigtes Altpapier (z.B. durch Essensreste, Fett oder Ketchup) soll über den Restmüll entsorgt werden. Das gilt übrigens auch für beschichtete Tiefkühlwaren- Kartons.

Transparente Sichtfenster ablösen, bevor ich ein Briefkuvert zum Altpapier werfe?

Nein, die Folie muss nicht extra entfernt werden. Beim Verwertungsprozess wird dieser Fremdstoff ausgeschieden.

Was ist mit Heftklammern in Zeitschriften?

Auch Heftklammern werden im Zuge des Papierrecyclingprozesses abgeschieden (ebenso wie etwa Klebebänder auf Kartons). Diese Dinge brauchen daher nicht mühsam entfernt oder abgelöst werden. Lose bzw. leicht entfernbare Klammern oder Klebebänder kann man zum Restmüll werfen.

Was passiert, wenn ich Buntglas versehentlich in den Weißglas- Container werfe?

Die sortenreine Trennung bei der Sammlung in Bunt- und Weißglas ist besonders wichtig. Der Grund dafür sind die strengen Qualitätsanforderungen der Verwertungsindustrie. Altglas wird in Glasfabriken zur Produktion von neuen Flaschen eingesetzt (in Österreich produzierte Glasverpackungen bestehen zu rund zwei Drittel aus Altglas). Schon kleine Mengen an Buntglasflaschen können die Farbqualität von recyceltem Weißglas empfindlich beeinträchtigen. Eine einzige grüne Sektflasche vermag eine halbe Tonne farbloses Glas grünlich einzufärben. Werden derartige Verunreinigungen vom Sammelpersonal entdeckt, wird der "verschmutzte" Containerinhalt zum Buntglas gekippt, da dies weniger Schaden anrichtet als umgekehrt. Übrigens: Auch leicht eingefärbtes Glas (z.B. von einer Weißweinflasche) ist Buntglas.

Zählt auch Fensterglas zum Altglas?

Nein. Ebenso wenig wie Trinkgläser, Vasen, Bleikristall oder Glühbirnen. Diese Glasarten haben eine andere chemische Zusammensetzung als Verpackungsglas. Eine Vermischung führt zu Problemen in der Glasschmelze. Trinkgläser, Geschirr, alte Glühbirnen oder Halogenlampen gehören zum Restmüll - Fensterglas, Spiegel oder Aquarienglas auf den Mistplatz.

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Warum soll ich Plastikflaschen flach zusammendrücken, bevor ich sie entsorge?

Auf diese Weise wird viel Platz gespart (rund drei Viertel des Volumens). Der Transport von "Luft in Flaschen" kommt einfach ziemlich teuer. Also: Schraubverschluss öffnen, Flasche zusammendrücken, Boden umknicken, Schraubverschluss wieder schließen. Ganz nach dem Motto "Bauch rein, Luft raus".

Soll man auch Glasflaschen verkleinern (in Scherben schlagen), wenn man sie zum Altglas bringt?

Nein! Glasflaschen sollten beim Einwurf in die Sammelbehälter nicht absichtlich zerschlagen werden. Je kleiner die Scherben, desto schwieriger ist es später, mögliche Fremdkörper oder Glas mit der falschen Farbe auszusortieren.

Kommen auch Waschmittel- Flaschen in den gelben Container bzw. gelben Sack?

Ja. Plastikflaschen für Wasch- und Putzmittel (z.B. Haushaltsreiniger, Spülmittel, Shampoo, Duschgel) sollen in den gelben Container bzw. den gelben Sack. Das gilt auch für Flaschen mit Lebensmittel (Essig, Speiseöl, Ketchup usw.) und verschiedene andere Plastikflaschen (z.B. mit Kühlmittel oder destilliertem Wasser). Motoröl- Plastikflaschen hingegen gehören zur Problemstoffsammelstelle auf dem Mistplatz. Manche Tankstellen bieten eigene Mistkübel für die leeren Motorölflaschen an.

Symbolbild
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Soll ich Verschlüsse von Glas- oder Plastikflaschen vor der Entsorgung abschrauben?Ja. Schraubverschlüsse aus Metall sowie Kronenkorken gehören in die blaue Metalltonne (da und dort auch in den gelben Sack), Korken zum Restmüll. Mit einem Schraubverschluss aus Plastik lässt sich die fest zusammengedrückte PET- Flasche wiederverschließen. Das spart Platz in der Tonne. Oder man sammelt die Schraubverschlüsse extra und entsorgt sie bei speziellen Abgabestellen: Private Initiativen verkaufen Plastikstöpsel aus hartem Plastik an Recyclingunternehmen, der Erlös kommt Eltern schwer kranker Kinder zugute.

Soll ich reryclingfähige Behälter auswaschen?

Es reicht, Becher, Flaschen und Dosen grob zu säubern, da die Recyclingfirmen das Material ohnehin noch einmal reinigen. Wer für den Abwasch Wasser verbraucht oder gar erwärmt, wendet die Ökobilanz ins Negative und verbraucht mehr Energie, als sich durch die Wiederverarbeitung einsparen lässt.

Was passiert eigentlich mit meinem Biomüll?

Das wertvolle Biomaterial aus Wiens Biotonnen wird vorsortiert, zerkleinert und kommt anschließend in das Kompostwerk Lobau, wo es in aller Ruhe verrottet. Die so entstehende Komposterde kann in kleineren Mengen für die Verwendung im eigenen Garten kostenlos bei der MA 48 abgeholt werden.

In Niederösterreich entsorgen etwa 40 Prozent der Haushalte ihren Biomüll mittels Biotonne. Alle übrigen verwerten ihre biogenen Abfälle, indem sie selbst kompostieren.

Günther Kralicek, wohnkrone.at

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