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17.01.2018 - 23:16
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So werden Sie daheim zum guten Gastgeber

25.12.2017, 14:34

Derzeit gibt es jede Menge Anlässe zum Feiern: Weihnachten, Silvester, Fasching. Und alle Jahre wieder, wenn Gäste kommen, fragt man sich: Bin ich eigentlich ein guter Gastgeber?

Der Buchhandel ist voll mit Stilratgebern und Enzyklopädien der guten Etikette, verfasst von geschliffenen Profis, die Seminare über angemessenes Benehmen halten. Da finden sich brauchbare Tipps - manche der gut gemeinten Ratschläge schießen aber auch übers Ziel hinaus. Wer braucht schon aristokratische Verhaltensregeln, wenn man einfach ein paar Freunde zu sich in die Wohnung lädt? wohnkrone.at wollte wissen, wie die Sache im "wirklichen Leben" aussieht. Was macht einen guten Gastgeber aus?

In einschlägigen Internetforen zum Thema sind wir fündig geworden. Ganz normale Menschen diskutieren hier unverblümt darüber, was sie von guten Gastgebern erwarten - und welche Sachen gar nicht gehen. Angenehme Atmosphäre Eine angenehme Atmosphäre ist die halbe Miete. Das beginnt schon bei der persönlichen Begrüßung an der Tür. Zeigen Sie Ihren Gästen, dass Sie sich freuen über den Besuch.

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"Für mich ist ein guter Gastgeber, unabhängig von der Zahl der Gäste, einer, der mir das Gefühl gibt, willkommen zu sein."

Sie müssen den Angekommenen nicht unbedingt den Mantel abnehmen. Jeder möchte wissen, wo die eigene Jacke hängt, weil da z.B. das Handy oder die Zigaretten drin sind. Zeigen Sie Ihren Gästen einfach, wo sie ihre Sachen lassen können. Warten Sie, bis sie abgelegt haben und begleiten Sie sie dann weiter ins Zentrum des Geschehens.

Erklären Sie jenen, die zum ersten Mal hier sind, wo sich das Bad oder der Raucher- Balkon befindet und versorgen Sie die Neuankömmlinge gleich mit einem Getränk oder einem Häppchen. Das hilft ihnen beim "Ankommen", und sie werden sich gleich etwas wohler fühlen. Vielleicht ist es Ihren Gästen auch unangenehm, nach Essen oder Getränken zu fragen. Deshalb: kommen Sie ihnen zuvor.

Probier's mal mit Gemütlichkeit

Gemütlichkeit steht bei den meisten Eingeladenen ganz oben auf der Favoritenliste. Wie aber gestaltet man die Wohnung gemütlicher? Viele Sitzgelegenheiten, und die Möbel so stellen, dass der Raum möglichst offen wirkt - andernfalls droht Grüppchenbildung. Warmes weiches Licht, aber nicht zu schummrig, es soll ja niemand einschlafen. Zu grelles Licht wirkt hingegen kühl und nicht so freundlich. Die Temperatur in den Räumlichkeiten muss passen. Gute Gastgeber fragen auch mal nach, ob es zu kalt oder zu warm ist.

"Ich möchte weder frieren, noch hungern oder dürsten müssen, und ich möchte mir auch nicht einen Platz freischaufeln müssen."

Gibt es einen besonderen Anlass für das Fest, ist entsprechende Dekoration durchaus angebracht. Wenn Sie interessante Gegenstände "unabsichtlich" herumliegen lassen, kann das für willkommenen Gesprächsstoff sorgen - gerade unter Menschen, die sich (noch) nicht kennen. Zum Beispiel: eine kleine Sammlung von CDs, ein Fotoalbum oder ein Souvenir von der letzten Fernreise. Auch ein ausgefallener Aperitif leistet diesbezüglich wertvolle Dienste.

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Sich Zeit nehmen

"Bei guten Gastgebern ist es gemütlich, es gibt genug zu essen und zu trinken und nette Unterhaltung. Der Anlass ist den Gästen angepasst (z.B. Kinderecke, Berücksichtigung spezieller Essenswünsche und Bedürfnisse in nicht übertriebenem Rahmen) und die Gastgeber finden gelegentlich auch mal Zeit, um zu plaudern."

Widmen Sie sich - abwechselnd - allen Ihren Gästen. Achten Sie immer darauf, dass jeder etwas zu trinken hat und helfen Sie, wenn nötig, der Konversation auf die Sprünge. Braucht noch jemand etwas? Wenn Sie in die Küche müssen, um neue Getränke zu holen oder Essen vorzubereiten, bleiben Sie nie länger als ein paar Minuten weg.

"Schlimm finde ich, wenn jemand gestresst herumwirbelt oder den ganzen Abend in der Küche verschwindet."

Bei aller gebotenen Wachsamkeit - vergessen Sie niemals, dass das Ihr Fest ist und dass auch Sie Spaß haben wollen!

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Bitte nicht zu perfekt

Es gibt Gastgeber und Gastgeberinnen, die übertreiben es mit der Zeremonie. Alles muss absolut perfekt sein. Vielen Gästen ist das eher unangenehm. "Ich kenne jemanden, die macht es zu perfekt. Egal zu welchem Anlass. Immer Sekt zur Begrüßung, immer passende Deko, immer sehr gut gekleidet, immer alles blitzblank sauber. Jeder Brösel wird sofort (!) mit dem Tischstaubsauger weggesaugt. Nicht nur das Essen ist sehr gut, sondern es ist auch stets der passende Wein vorrätig. Ehrlich, das hat was. Aber wenn ich mir jedes Mal denke, ich bin in Jeans nicht willkommen und weiß nicht, wo ich mein Weinglas abstellen soll, weil sie für alles Untersetzer hat, dann fühle ich mich irgendwo unwohl."

Perfektionismus ist bei einer Feier im kleinen Rahmen zuhause einfach fehl am Platz. Die allermeisten Menschen bevorzugen das genaue Gegenteil. "Es soll vor allem unkompliziert sein, ganz egal, ob es sich um die enge Küche einer Studenten- WG handelt oder um eine Einladung in einen eleganten Salon." Bei aller Lockerheit sollte trotzdem ein Mindestmaß an Stil bewahrt werden. Ein Fest mit geladenen Gästen ist schließlich etwas anderes als ein alltäglicher Fernsehabend auf dem Sofa.

Speisen & Getränke

Regel Nummer 1: Die Getränke dürfen nicht ausgehen! Man kauft sicherheitshalber um 25 Prozent mehr ein - Getränke sind ohnehin länger haltbar. Das gilt übrigens auch für Knabbereien.

Wenn Sie ein Essen bereiten wollen, dann lassen Sie es Ihre Gäste im Vorhinein wissen - damit diese auch mit gesundem Appetit erscheinen. Gibt es nur Knabbergebäck, ist das genauso in Ordnung. Doch auch darüber sollten Ihre Gäste Bescheid wissen, damit niemand mit leerem Magen ankommt. Klären Sie ab, ob es Vegetarier unter den Gästen gibt oder Menschen, die gewisse Nahrungsmittel nicht vertragen.

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"Bei mir werden alle satt und bei Bedarf auch betrunken. Wer pünktlich ist, hat mehr Auswahl. Es gibt für zwölf Leute mehr als einen Kuchen. Ich koche den Kaffee. Auch Frauen dürfen Steak essen, müssen aber nicht. Es muss auch keiner mithelfen, darf aber."

Zu Beginn können Sie ein paar einfache Aufgaben in der Küche liegen lassen. Dies ist eine willkommene Gelegenheit für schüchternere Gäste, die sich gerne nützlich machen würden. Wer passt zu wem? "Gutes Essen ist toll, aber die Zusammenstellung der Gäste finde ich noch viel wichtiger. Ich lade auch gerne mal Bekannte und Freunde zusammen ein, die sich vorher noch nicht kannten, wo ich aber denke, dass sie sich gut verstehen werden und dass sie sich was zu sagen haben."

Für einen gelungenen Abend ist es wichtig, sich über die richtige "Mischung" seiner Gäste Gedanken zu machen. Es ist zwar spannend, komplett verschiedene Leute versammelt zu haben - richtige Stimmung kommt dabei aber nur in seltenen Fällen auf. Am dankbarsten sind Gäste, von denen man annehmen darf, dass sie die meiste Zeit auch alleine zurechtkommen.

"Der Gast, den ich möglichst vermeide, einzuladen: Den notorischen Nörgler und den Prediger. So gut kann man gar nicht kochen, dass ein Abend von so jemandem nicht gekippt wird."

Heimlich saubermachen

Aufräumen ist Sache des Gastgebers! Aber räumen Sie nicht ab, bevor der Letzte mit dem Essen fertig ist. Wenn es irgendwie geht, vermeiden Sie es, Geschirr zu waschen - oder tun Sie es so unauffällig wie möglich. Niemand soll sich genötigt fühlen, zu helfen.

"Haushalte, in denen der Gast als Schmutzfaktor gesehen wird, da bin ich nicht gerne. Mir ist auch schon mal der Teller für die Geschirrspülmaschine vom Tisch geschnappt worden."

Sobald Sie beginnen, im Wohnzimmer sauber zu machen, während noch Gäste da sind, senden Sie das Signal, dass jetzt bitte alle gehen sollten. Wenn Sie wirklich unbedingt schon "Sperrstunde" machen wollen, sprechen Sie es lieber offen an.

Lesen Sie HIER : Der Einladungs- Countdown

wohnkrone.at

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