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20.01.2018 - 16:13
Foto: stock.adobe.com

Fahrer öffnete Tür nicht - Schülerin kollabierte

11.12.2017, 15:02

Dicke Luft im Schulbus: Zwei Stunden mussten 55 Schüler der Berufsschule Altmünster in Oberösterreich in einem kilometerlangen Stau ausharren. Weil sich der Fahrer weigerte, die Tür zu öffnen, wurde die Luft dermaßen stickig, dass eine Schülerin (17) bewusstlos zusammenbrach. Mehrere Schüler mussten sich übergeben. Das Busunternehmen betont hingegen, die schlechte Luft im Fahrzeug sei nicht schuld am Kollaps der 17- Jährigen gewesen.

Nach einem schweren Unfall und einer Straßensperre steckte der voll besetzte Schulbus im Stau, berichtete "Life Radio". Der Bus war auf dem Weg vom Internat in Laakirchen zur Berufsschule Altmünster. Die Fahrt, die sonst lediglich 20 Minuten dauert, wurde zur zweistündigen Tortur. Weil die Luft im Bus zunehmend stickiger wurde, mussten sich mehrere Schüler übergeben. Ein Mädchen sackte bewusstlos im Sitz zusammen und musste anschließend ins Spital gebracht werden, bestätigte die Polizei gegenüber der "OÖ Krone".

Busfahrer soll Schüler beschimpft haben

Der Busfahrer soll nicht nur nicht reagiert oder Erste Hilfe geleistet haben. Eine Mutter schilderte gegenüber "Life Radio", er habe die Schüler sogar als "Drecksäcke" beschimpft, als sie aussteigen und an die frische Luft wollten. Drei Jugendliche mussten anschließend vom Roten Kreuz versorgt werden. Eltern und Schüler werden nun von der Polizei befragt.

Busunternehmen bestreitet "dicke Luft"

Das Verkehrsunternehmen Stern & Hafferl bestritt diese Version vehement: Laut dem Leiter des Busbetriebs, Hermann Haas, hätten die Schüler den Fahrer aufgefordert die Türen zu öffnen, weil sie den Stau nutzen wollten, um auszusteigen und zu rauchen. Der Chauffeur sei dem nicht nachgekommen, habe aber niemanden beschimpft.

Als er bemerkt habe, dass die junge Frau kollabiert war, habe er die Rettung gerufen. Dass die Ursache des Schwächeanfalls die schlechte Luft gewesen sei, will Haas ebenfalls nicht so stehen lassen, denn die Busse würden alle über ein Lüftungssystem verfügen: Vielmehr dürfte jemand im Bus geraucht - "zumindest hat man nachher einen Zigarettenstummel gefunden" - und versucht haben, das mit Deo zu übertünchen. Dies habe wohl zu dem Zusammenbruch der 17- Jährigen geführt, vermutet Haas.

Redaktion
krone.at
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