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16.12.2017 - 19:43
Foto: CNN

Feuer in Kalifornien: Ehepaar bei Inferno getötet

12.10.2017, 02:48

Nichts konnte Charles (100) und Sara Rippey (98) trennen - nicht einmal die verherrenden Waldbrände in Kalifornien. Gemeinsam starben sie in ihrem Haus in Napa, als das Feuer am Wochenende die Stadt erreichte. Ihre sterblichen Überreste wurden am Montag gefunden. Mindestens 17 Todesopfer foderten die Waldbrände, 3500 Häuser wurden zerstört.

Mike Rippey, Sohn des Ehepaares, das über 75 Jahre verheiratet war, glaubt, dass sein Vater noch versucht habe, seine Mutter zu retten. Charles' Leiche wurde in der Nähe des Schlafzimmers gefunden, in der seine Gattin geschlafen haben dürfte. "Er dürfte noch versucht haben, zu ihr ins Zimmer zu kommen. Er hat es nicht geschafft", berichtet der Sohn dem Lokalsender KPIX.

Foto: AP

Mindestens 21 Menschen kamen Medienberichten zufolge bei den verherrenden Waldbränden  ums Leben, elf davon allein im Bezirk Sonoma. Tausende Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, die nach Behördenangaben besonders in den prominenten Weinbaugebieten Sonoma und Napa Valley Zehntausende Hektar Land und Hunderte Gebäude zerstörten. Mehr als 25.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown rief den Notstand für acht Bezirke aus.

Foto: AP

3500 Häuser komplett zerstört

3500 Häuser wurden komplett zerstört, rund 100 Menschen werden noch vermisst. "Wir gehen Vermisstenmeldungen nach, die Brände sind weiter außer Kontrolle", warnt Feuerwehrsprecher Jerry Fernandez. Eine derartige Verwüstung habe er in seinen 30 Jahren bei der Feuerwehr nicht gesehen. Es wird noch Tage oder Wochen dauern, bis die Brände gelöscht sind. Doch für viele beginnt jetzt schon die harte Wirklichkeit des Wiederaufbaus. "Ich habe meinen Antrag für den Feuerschaden bei der Hausversicherung schon eingereicht", erzählt Brad Hoffman, der sein Haus in den Flammen verlor. Will er das verkohle Grundstück neu bebauen? "Ich weiß es nicht", sagt er zögerlich.

Foto: AP

Hoffman ist skeptisch, ob aus Washington schnelle Hilfe kommt. US- Präsident Donald Trump hatte am Dienstag betont, die Bundesregierung sei an der Seite der Kalifornier. Über die Behörde für Katastrophenmanagement (FEMA) sollen Zuschüsse an die Betroffenen fließen. "Ich kann nur hoffen, dass noch Gelder übrig sind", meint Hoffman. "Wir haben jüngst so viele Katastrophen in den USA gehabt, nun sind die Kassen vermutlich leer."

Redaktion
krone.at
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