Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
17.01.2018 - 23:23
Die Britin Sally Jones (links) nahm ihren Sohn mit zum IS nach Syrien.
Foto: twitter.com, krone.at-Grafik

"Weiße Witwe" ließ Sohn für IS- Exekutionen üben

17.10.2017, 06:02

Sie wurde "Weiße Witwe" und "Mrs. Terror" genannt, stand ganz oben auf der Todesliste des Pentagons und wurde im Sommer angeblich bei einem Drohenangriff der US- Streitkräfte in Syrien getötet: Die britische IS- Dschihadistin Sally Jones sorgt auch nach ihrem Tod für Schlagzeilen. Wie die britische "Daily Mail" am Montag berichtete, soll der Sohn der Ex- Punksängerin beim Islamischen Staat einer Gehirnwäsche unterzogen worden sein. Dem Buben, der in einem Hinrichtungsvideo der Terrormiliz zu sehen war, sei beigebracht worden, Feinde zu enthaupten. Als Übungsobjekte hätten Ziegen herhalten müssen.

Die 49- jährige Jones ist die Witwe von Junaid Hussain, einem Hacker aus Birmingham, der 2015 bei einem US- Drohnenangriff in der syrischen Stadt Rakka getötet wurde.

Sally Jones
Foto: twitter.com

Laut Angaben der "Daily Mail" waren er und seine Frau Sally, von Medien "Mr. und Mrs. Terror" getauft, in die Planung mehrerer Anschläge des IS involviert - unter anderem sollten ehemalige US- Soldaten entführt und vor laufender Kamera enthauptet werden. Die USA sahen in der Britin eine Schlüsselfigur bei mehreren Anschlagsplänen, weshalb sie schließlich auch auf der Todesliste des Pentagons landete.

Jones' Gatte, ein IS-Hacker aus Birmingham, wurde 2015 bei einem US-Drohnenangriff in Rakka getötet.
Foto: YouTube.com, krone.at-Grafik

Britin galt als äußerst erfolgreiche IS- Anwerberin

Die nach dem Tod ihres Terror- Gatten auch "Weiße Witwe" genannte Britin, die vor ihrer Konvertierung zum Islam unter anderem Punksängerin und L'Oreal- Verkäuferin war, galt zudem als äußerst erfolgreiche Anwerberin des IS, soll über soziale Medien wie Facebook und Twitter Dutzende junge Frauen aus Europa für die Terrormiliz angeworben haben, bevor ihre Accounts schließlich gesperrt wurden.

Bevor sie zum Islam konvertiert ist, war Sally Jones Punk-Musikerin.
Foto: YouTube.com

Jones war nach alleine, sondern mit ihrem Sohn Joe Dixon nach Syrien gekommen, als dieser erst neun Jahre alt war. Bis 2013 hatten die Britin und ihr Kind in der englischen Grafschaft Kent gelebt. Beim IS bekam der Bub einen neuen Namen: Hamza Hussein. Zuletzt wurde der Bub in einem Propagandafilm des IS gesehen. Er hielt eine Waffe an den Kopf eines Gefangenen und schien ihn dann exekutiert zu haben.

Der Sohn von Jones' hält in einem Propagandafilm des IS eine Waffe an den Kopf eines Gefangenen.
Foto: YouTube.com, krone.at-Grafik

Ziegen geköpft, um sich auf Hinrichtungen vorzubereiten

Wie die "Daily Mail" nun berichtete, habe Jones, die im Juni in Syrien bei einem US- Drohnenangriff getötet worden sein soll, ihren Sohn in Ausbildungscamps der Terrormiliz geschickt. Dort sei dem Buben auch beigebracht worden, Feinde zu enthaupten. Der Zwölfjährige, der mit seiner Mutter zusammen ums Leben gekommen sein soll, sei gezwungen worden, Ziege zu köpfen - um sich auf Hinrichtungen von Gefangenen vorzubereiten.

Der junge Brite wurde beim IS einer Gehirnwäsche unterzogen.
Foto: YouTube.com, krone.at-Grafik

Der "Weißen Witwe" selbst scheint - wie sooft der Fall - aber ihr Schicksal beim IS zuletzt nicht mehr ganz so zugesagt haben. Sie habe Syrien laut Angaben eines namentlich nicht genannten Freundes wieder verlassen wollen, sei aber von den Kameraden ihres verstorbenen Mannes und ihrem "umgedrehten" Sohn zum Bleiben gezwungen worden. Der vollkommen im Bann des IS stehende Bub habe die Terrormiliz unter keinen Umständen verlassen wollen, berichtete die "Daily Mail".

Jones und ihr zwölf Jahre alter Sohn sollen bei einen US-Drohenangriff getötet worden sein.
Foto: twitter.com, krone.at-Grafik

Es war dasselbe Kind, das gegenüber seiner Großmutter vor rund vier Jahren die Sorge vor einer bevorstehenden Reise seiner Mutter geäußert hatte, jener Reise, die beim Islamischen Staat in Syrien - und aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Tod des Buben - endete ...

Redakteur
Harald Dragan
Redakteur
Wilhelm Eder
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum